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Es fuehlt sich gut an unter Menschen zu sein. Auch wenn man das Gefuehl hat schon laenger an einem Fleck zu stehen, so beruhigt es einen, dass um einen herum alles in Bewegung ist. Man weiß, dass es weitergeht, dass man bald wieder ein Teil dieser immer groeßer werdenden Reisegesellschaft sein wird. Wann es Zeit dafuer ist, kann niemand, nicht einmal man selber vorhersagen. Bis es soweit ist, bleibt man als stiller Beobachter alleine. Alleine sein. Alleine. Es ist das Wort das uns Angst macht. Wir sind Rudeltiere, wir duerfen nicht alleine gelassen werden. Wir brauchen genuegend Menschen um uns herum, um nicht auf falsche Gedanken zu kommen. Eben jene Gedanken, die wir durch eine Therapie lernen zu verstehen. Man soll seine Gedanken so verstehen, wie es dir ein anderer Mensch vorgibt. Und dann sind wir nicht mehr alleine. Uns geht es gut, uns soll es gut gehen. Und in all der Zeit, in der wir eben auf uns gestellt waren, haben wir vergessen, dass man alleine ist. Man lebt. Nicht gut, aber man tut's. Jeder braucht seine Zeit. Je schlechter es einem dabei geht, desto mehr lernt man zu sein. Sobald dieser Selbstfindungstrip eine gewisse Akzeptanz erfaehrt, laesst man sich wieder mitziehen, um zu spueren dass man gelernt hat.